Liebe Mitglieder

 

Die Veröffentlichung des Protokolls der JHV DCLH 2010 im Internet dient der allgemeinen,

zeitgemäßen Information der DCLH -  Mitglieder.

Die Einspruchsfrist beginnt mit der offiziellen Veröffentlichung im Vereinsorgan.


Mathias Ring
Schriftführer DCLH

 

Protokoll der Jahreshauptversammlung DCLH am 11.04.2010

Ort: Restaurant und Hotel „Hessischer Hof“, Kasseler Straße 04, 34123 Kassel Waldau

Zeit: 11.04.2010, 10.00 Uhr – 15.00 Uhr

Anwesenheit: 82 stimmberechtigte Mitglieder des DCLH

Versammlungsleitung: Willi Güllix, Präsident DCLH

Tagesordnung:

1.       1. Eröffnung durch den Präsidenten, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2.       2. Ehrungen

3.       3. Bestellung der Abstimmungskommission

4.       4. Berichte

a)      des Präsidenten

b)      des Vizepräsidenten (Ausstellungsobmannes)

c)       des Zuchtleiters

d)      der Ausbildungsleiterin

e)      des Schatzmeisters

f)       der Kassenprüfer

5.       5. Aussprache zu den Berichten

6.       6. Entlastung des Vorstandes

7.       7. Anträge an die Jahreshauptversammlung

8.       8. Verschiedenes  

1.Eröffnung durch den Präsidenten, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Der Präsident begrüßte die 82 angereisten Mitglieder des DCLH.

a) Die Versammlung stimmte einstimmig zu, dass Herr Ring das Protokoll führt.

b) Herr Güllix stellt die Beschlussfähigkeit der Jahreshauptversammlung fest.

c) Dringlichkeitsantrag durch den Vorstand DCLH, die bereits veröffentlichte und vorgestellte Finanzordnung DCLH unter Punkt 7. Abzustimmen und zu beschließen.

Dem Antrag wurde einstimmig durch die Versammlung zugestimmt.

d) Antrag der LG Nord auf Erweiterung der Tagesordnung, alle ausgetretenen Züchter mit Namen in der JHV zu benennen.

Der Antrag wurde mit 25 Ja-Stimmen und 29 Stimmen Enthaltung mehrheitlich abgelehnt.

 

2. Ehrungen

Ehrennadel des DCLH in Gold für besondere Leistungen: Herr Hans-Henning Ullrich, Ehepaar Hans-

Joachim und Sabine Schlüter

Ehrennadel des DCLH in Silber für besondere Leistungen: Ehepaar Klaus und Evelin Kopplin, Frau Ursula Regitz, Frau Yvonne Natterer, Frau Heike Mnich

Der Präsident überreicht Frau Helga Leipelt für ihre Leistungen für den DCLH und als Dankeschön ein persönliches Präsent.

Der Vizepräsident ehrt den Präsidenten DCLH, Herrn Willi Güllix, für hervorragende Verdienste für die Sache des VDH und für seine kynologischen Leistungen mit der Ehrennadel des VDH in Gold.

 

3.Bestellung der Abstimmungskommission

Vorschläge: Herr Geuer, Herr Ehm, Herr Henzschel

Die Versammlung bestätigte die Kandidaten einstimmig.

 

4.Berichte

Die Inhalte werden im Abriss kurz zusammengefasst. Die Originale liegen dem Protokollanten vor.

a) …des Präsidenten, Herrn Güllix

- regelmäßige Vorstandssitzungen im Sinne des DCLH und im Hinblick auf die positive Entwicklung der Rasse

- Dank an alle Mitglieder, die sich für den Club einsetzen

- trotz schwieriger gesellschaftlicher Verhältnisse blieben die Mitgliederzahlen konstant

- Verbindung der Landesgruppen Brandenburg Nord und Süd zur neuen Landesgruppe Brandenburg

- Notwendigkeit der Beitragserhöhung ab 01.01.2011, da besonders die Kosten für die Fachzeitschrift steigen

- Union plant ein Leonberger-Symposium im Jahr 2011

- in den letzten 3 Jahren wurde der Club modernisiert

                - zeitgemäße Mitgliederverwaltung

                - Überarbeitung der Ordnungen

                - Abschlüsse von Versicherungen

                - Übergang vom Tätowieren zum Chippen

                - Präzisierungen in den Körungen

                - qualitative Absicherung der Zucht

- Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Präsenz des DCLH im UR )

- Unterstützung der Forschung zur Polyneuropathie     u.v.m.

- Ausbau und Festigung der Zusammenarbeit VDH – DCLH

- Austritt einiger Züchter (80% der Ausgetretenen sind aus den neuen Bundesländern, 20% aus den alten Bundesländern)

- Herr Güllix betont, dass Deutschland als Mutterland des Leonbergers eine tragende Rolle innerhalb der „Internationalen Leonberger Union“ in der Zucht und in der Entwicklung der Rasse trägt.

b)… des Vizepräsidenten (Ausstellungsobmannes), Herr Leipelt

- Herr Leipelt zählte alle Leonberger auf, die im Jahre 2009 einen Championtitel erhielten

- Bitte um Weiterbildung zum „lizenzierten Sonderleiter“

- ab 01.01.2010 Einführung des Klub-Veteranenchampions

- Bitte um Mithilfe bei der nächsten Clubschau

c)… des Zuchtleiters, Herr Mayer

- Dank an alle Zuchtwarte

- 88 Würfe, 720 geborene Welpen ( deutlich unter den Zahlen von 2007 und 2008 )

- 69 Nabelbrüche ( 5,9% der geborenen Welpen )

- starker Rückgang des Anteils der Hunde, die auf HD geröntgt werden

d)… der Ausbildungsleiterin, Frau Brunner

- 28.03. / 29.03. Clubmeisterschaften in Leonberg

- Teamtest im September mit 11 Teams

- Begleithundepokal der Landesgruppen im Herbst

e)… des Schatzmeisters, Frau Natterer

- 2500 Mitglieder im Jahresdurchschnitt ( ausgeglichene Zahlen der Ein- und Austritte )

- Jahresabschluss: 159 Tsd. Euro Einnahmen; 161 Tsd. Euro Ausgaben

- 2000,00 Euro Mehrausgaben

- Vermögen darf nicht zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden-Gefährdung der Gemeinnützigkeit ( Vermögen nur für Investitionen zum Satzungszweck oder Erhalt/Investition des Vereinsheim möglich )

Der Jahresabschluss liegt in gedruckter Form den Teilnehmern der Versammlung vor.

f)…der Kassenprüfer

Herr Heisinger und Herr Kümmerer prüften die Kassen fristgerecht. Herr Kümmerer lobte die Arbeit und die Transparenz Frau Natterers und bedankt sich für das Engagement. Der Prüfungsbericht von Herrn Heisinger wurde von Herrn Kümmerer vorgelesen.

5.Aussprache zu den Berichten

a) Die Veröffentlichungen der Ergebnisse der Junghundebeurteilungen konnten noch nicht realisiert werden. Herr Mayer sucht noch sinnvolle Wege dafür. Momentan könne man nur den gesamten Bericht veröffentlichen, was zu detailliert wäre. Der Vorstand DCLH wird gebeten, dieses Thema in der nächsten Sitzung zu thematisieren.

b) Frau Dr. Sobol bittet um Möglichkeiten, eine größere Zahl von Leonbergern auf HD zu röntgen.

c) Herr Mayer sieht die Möglichkeit einer Zuchtwertschätzung nicht realistisch, da nur ca. 20 % der Leonberger auf HD geröntgt werden.

d) Es wurde angefragt, wie viele Hündinnen prozentual im letzten Jahr leer geblieben sind. Die Zahl konnte nicht angegeben werden. Prozentuale Angaben haben auf diesem Gebiet aus der Sicht des Präsidenten und des Zuchtleiters keinen praktischen Wert, da die Ursachen nicht geklärt sind. Man kann nach Aussagen von Frau Dr. Sobol von ca. 39% ausgehen. Herr Mayer betonte, dass die Zahl in den Jahren relativ  konstant bleibt.

e) Herr Sobol fragt an, was der Vorstand unternimmt, die Jugend im DCLH zu fördern. Der Präsident erwiderte, dass der Vorstand das Engagement junger Leute fördere.

 

6.Entlastung des Vorstandes

Herr Marburg stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstandes DCLH.

Der Vorstand DCLH wurde mit einer Stimme Enthaltung entlastet.

 

7.Anträge an die Jahreshauptversammlung

 

Antrag auf Änderung der Satzung DCLH

 

1.Antrag

Antrag auf Erhöhung der Mitgliederbeiträge in Erfüllung des §11(1) der Satzung DCLH

 

§ 11 (Beitrag)

(1)Die Höhe der Eintritts- und der Mitgliedsbeiträge werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

Der Vorstand und der erweiterte Vorstand DCLH beantragen eine Erhöhung der Mitgliederbeitrage ab dem 01.01.2011:

Erstmitglied: 48,00 Euro ( 8,00 Euro Erhöhung )

Familienmitglied: 10,00 Euro ( 2,00 Euro Erhöhung )

Die Versammlung stimmte dem Antrag mit 69 Ja-Stimmen , 8 Nein-Stimmen und 2 Stimmen Enthaltung zu.

Diese Satzungsänderung gilt ab 01.01.2011.

2.Antrag – Dringlichkeitsantrag ( Tagesordnungspunkt 1.)

Die Versammlung stimmte der Finanzordnung DCLH mit 74 Ja-Stimmen einstimmig zu.

Anträge auf Änderung der Zuchtordnung DCLH

 

1.Antrag

 

Der Vorstand und der erweiterte Vorstand beantragen folgende Erweiterung der Zuchtordnung DCLH §4.1.4. um den Unterpunkt c):

4.1.4 Wurfstärke / Häufigkeit der Zuchtverwendung
Eine generelle Begrenzung der Wurfstärke ist mit § 1 des Tierschutzgesetzes nicht zu vereinbaren.
Es ist nur ein Wurf pro Hündin im Kalenderjahr zulässig. Zwischen dem letzten Wurf und dem nächsten Belegen der Hündin müssen zwischen Wurftag und 1. Decktag mindestens liegen:
a) bei bis einschließlich 8 großgezogenen Welpen 10 Monate, auch wenn ein kompletter Wurf verendet oder nur aus Totgeburten besteht;
b) bei mehr als 8 großgezogenen Welpen 14 Monate Auch bei Ammen- und  oder Flaschenaufzucht bleiben diese Wurfpausen für die Mutterhündin bestehen.
c)Die Wurfpause nach einem Kaiserschnitt beträgt 14 Monate. Nach 2 Kaiserschnitten einer Hündin erlischt die Zuchttauglichkeit.
Die Versammlung stimmte dem Antrag einstimmig zu.

 

2.Antrag

 

Der Vorstand und der erweiterte Vorstand DCLH beantragen folgende Ergänzung des §6.2.4. der Zuchtordnung DCLH ( Ergänzung dick gedruckt )

6.2.4 Künstliche Besamung
„Künstliche Besamung ist in Ausnahmefällen zur Verbesserung der Rasse möglich. Sie bedarf der Genehmigung durch den Zuchtausschuss; dies gilt für Hündinnen und für Rüden. Für das Verfahren gilt Punkt 12 des Zuchtreglements der FCI. Die danach erforderlichen Atteste sind an den Zuchtleiter zu senden. Grundvoraussetzung für eine künstliche Besamung ist in jedem Fall, dass die Hündin bereits mindestens einmal auf natürliche Weise gedeckt wurde und danach einen normal großen Wurf hatte.“

In der Besprechung dieses Antrages wurde der Wunsch geäußert, eine redaktionelle Änderung vorzunehmen. Der Versammlungsleiter ließ deshalb die Mitglieder abstimmen, ob diese redaktionelle Änderung vom Vorstand nach der grundsätzlichen Beschlussfassung dieses Antrages vorgenommen werden darf.

Die Versammlung stimmte dieser Vorgehensweise mit 10 Nein-Stimmen und 3 Stimmen Enthaltung mehrheitlich zu.

Die Versammlung stimmte dem Antrag mit 8 Nein-Stimmen und 5 Stimmen Enthaltung mehrheitlich zu.

Im Anschluss an den Tagesordnungspunkt 7. wurde der Versammlung die redaktionelle Änderung des Antrages vorgestellt:

6.2.4 Künstliche Besamung / Gewinnung des Spermas

„Künstliche Besamung ist in Ausnahmefällen zur Verbesserung der Rasse möglich. Die künstliche Besamung der Hündin wie auch die Gewinnung- und Verwendung des Spermas des Rüden zum Zweck der Zucht bedarf der Genehmigung durch den Zuchtausschuss. Für das Verfahren gilt Punkt 12 des Zuchtreglements der FCI. Die danach erforderlichen Atteste sind an den Zuchtleiter zu senden.

Grundvoraussetzung für eine künstliche Besamung ist in jedem Fall, dass die Hündin wie auch der Rüde bereits mindestens einmal auf natürliche Weise gedeckt haben und danach einen normal großen Wurf hatten.“

 

3.Antrag

 

Der Vorstand und der erweiterte Vorstand DCLH beantragt die folgende Ergänzung des §7.5 der Zuchtordnung DCLH  ( Ergänzung dick gedruckt )

7.5 Wurfabnahme
„…

Die Welpen müssen zur Wurfabnahme durch einen Chip gekennzeichnet sein. Die Transponder-Implantation erfolgt an der linken Halsseite und wird vom Tierarzt vorgenommen. Zum jeweiligen Transponder müssen mindestens 5 Klebeetiketten mit der entsprechenden Transponder-Nummer vorliegen, und zwar für den  Wurfeintragungsantrag, für den Impfausweis, 2 Exemplare für das Zuchtbuchamt (Ahnentafel, Zahnkarte ) und 1 Etikett für das Haustierzentralregister( TASSO). Der Züchter ist verpflichtet, ein Chip-Lesegerät zu besitzen. Sollte der Transponder nach Abgabe des

Welpen nicht mehr lesbar sein, muss vor erneuter Transponder-Implantation und  vor der Änderung beim Zuchtbuchamt eine DNA-Untersuchung erfolgen.

Der Zuchtwart fertigt über die Wurfabnahme ein Protokoll an,…“

Die Versammlung stimmte dem Antrag bei 3 Stimmen Enthaltung einstimmig zu.

 

4.Antrag

Frau Rahel Schale / Drochtersen – Hüll beantragt eine Änderung der Zuchtordnung im § 4.1.2, indem folgender Satz gestrichen werden soll:

„ Zuchtrüden mit fehlendem M3 dürfen im Jahr maximal dreimal erfolgreich zum Deckeinsatz kommen.“

Die Versammlung lehnte den Antrag bei 17 Ja-Stimmen, 3 Stimmen Enthaltung und bei 54 Nein-Stimmen mehrheitlich ab.

5.Antrag:

Frau Helga Leipelt / Rastede – Wahnbek beantragt eine Änderung der Zuchtordnung im § 9.4 (Leistungszucht), indem der Stempelaufdruck „Leistungszucht“ auf der Ahnentafel gestrichen werden soll. Dies zieht eine Streichung des folgenden Satzes im §9.4 der Zuchtordnung DCLH nach sich:

„… Haben beide Elterntiere die Schutzhundeprüfung , Fährtenhundeprüfung oder eine vergleichbare Prüfung , z.B. Rettungshundeprüfung , abgelegt , erhalten die Ahnentafeln der Nachkommen den Stempel „Leistungszucht“ auf der Vorderseite , sofern der entsprechende Nachweis rechtzeitig geführt wurde….“

Die Versammlung stimmte dem Antrag bei 67 Ja-Stimmen, 7 Stimmen Enthaltung mehrheitlich zu. 

9.Verschiedenes

a) Herr Güllix verlas ein Schreiben der Universität Bern, den neuesten Stand der Erforschung der Polyneuropathie betreffend. Dabei wurde ein Dank für die Kooperation an den DCLH und dessen Mitglieder ausgedrückt.

b) Herr Sobol fragte an, wann die Körung im DCLH nach dem Genotyp durchgeführt werde.

c) Frau Oud fügte hinzu, dass es auch in Frankreich wissenschaftliche Untersuchungen zur

Polyneuropathie gebe.

 

 

Mathias Ring                                                                                     Willi Güllix

Schriftführer DCLH                                                                          Präsident DCLH

Protokollant

 

 

Kassel, 11.04.2010